Gemeinderat stellt sich hinter kulturelles Engagement

Von Schwarzwälder-Bote 01.07.2016

Loßburg (sg). Nicht nur Freude hat die Dance-Night "White Sensation" auf dem Loßburger Waldfestplatz im Rahmen des Eventssommers ausgelöst. Ein Anwohner beschwerte sich beim Gemeinderat über die "Bumbum-Musik", die das Zauberland in einen "Rummelplatz" verwandelt habe.

Der allein Unterzeichnende gab an, für die Anwohner im Bereich Kinzig und Buchenweg zu sprechen, wie die Gemeindeverwaltung bei der jüngsten Sitzung des Loßburger Gemeinderats mitteilte. Bürgermeister Christoph Enderle stellte zunächst klar, dass es sich um eine genehmigte Veranstaltung gehandelt habe, zu der die Sperrstunde auf 2 Uhr verlängert worden sei.


Der Anwohner sei im Vorfeld bei ihm vorstellig geworden mit der Bitte, die Sperrstunde auf 1 Uhr vorzuverlegen. Das habe Enderle jedoch nicht im Alleingang tun können. Der Bürgermeister erinnerte auch an vorherige, gelungene Veranstaltungen – wie etwa der Filmpräsentation über die Flüchtlingsarbeit im Panorama-Hotel und auch Fußball-Übertragungen. Eine Gemeinde mit 7500 Einwohnern, die die Infrastruktur einer Großen Kreisstadt vorhalte, sei auch angewiesen auf Einnahmen durch Veranstaltungen – sonst müssten etwa Hallenbad und Freibad unweigerlich geschlossen werden.

Veranstalter justierte Lautstärke der Musik nochmals nach
Nach Angaben des Bürgermeisters sei ein Großteil der Event-Mitarbeiter im Alter des Beschwerdeführers gewesen und habe eindeutig hinter der Veranstaltung gestanden. Auch sonstige Anwohnerbeschwerden lägen nicht vor. Auch über 70-Jährige hätten die DJ-Musik auf ihren Hausbalkons genossen. Gegen 22.45 Uhr sei bei der "White Sensation" die Polizei vor Ort gewesen – wegen "massivster Beschwerden seit 21 Uhr", somit bereits vor Beginn der Hauptveranstaltung.

Die Veranstalter hätten die Lautstärke der Musik nochmals nachjustiert, die Polizei habe Dezibel-Messungen im Ort vorgenommen. Das Ergebnis: Leiser als ein Rasenmäher, erläuterte Karin Armbruster, Leiterin der Loßburg Information. Nachdem die Veranstaltung vor 1 Uhr gewitterbedingt abgebrochen worden war, gab es einen erneuten Polizeieinsatz. Karin Armbruster und Gemeinderat Manfred Hauser äußerten sich massiv verärgert, dass hier nicht wertgeschätzt werde, was mit zahlreichen Schutzmaßnahmen für Anwohner in Loßburg kulturell geleistet werde – nun einmal auch für junge Leute.

Die Rede beider erntete viel Beifall: Die "friedlichste Veranstaltung im ganzen Landkreis", wie betont wurde, die zudem hohe integrative Wirkung auch mit den Flüchtlingen gehabt habe, ließ sich der Rat nicht schlechtreden.

Anmerkung der Lossburger Eventsommer Redaktion:
Es sind zwar manche Sätze "wie leider üblich beim Schwabo" aus dem Zusammenhang gerissen, aber dennoch hoffen wir, das nun die seit 2010 andauernde Nörgelei vielleicht mal ein Ende hat.

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